Jenny Chi, Gesang

Jenny Chi

Jenny Chi

Jenny Chi

Die Liebe zur brasilianischen Musik entdeckte Jenny Chi am Ende ihrer Teenagerjahre. Seitdem ist sie dem Bossa Nova mit Haut und Haar verfallen. Nach Ausbildungen in Gesang und Perkussion, dem Mitwirken in diversen Bands und einem halbjährigen Aufenthalt in Brasilien gründete sie 1999 ihr eigenes Bossa-Nova-Quartett ChiBossa.

Die Zürcherin chinesischer Abstammung war Leadsängerin diverser Brazil- und Jazzformationen. Seit ihrem siebten Lebensjahr nahm sie Unterricht in Klavier und sang im Zürcher Kinderchor. Später bildete sie sich in klassischem Gesang, Jazz-Gesang und Perkussion in der Schweiz und in Brasilien weiter.

Jenny Chi über Bossa Nova und ihre Lieblingslieder

«Als ich 1998 das erste Mal in Brasilien war, arbeitete ich in einem Strassenkinder-Projekt. Eines Tages packte ich meine Gitarre aus und begann Bossa Nova zu spielen. Ich dachte die Kinder würden andächtig zuhören und vielleicht sogar mitsingen. Stattdessen hockten sie ungeduldig da und verzogen keine Miene. Als ich fertig war, flogen ein Dutzend Hände in die Luft. Ob ich auch «Hippi Hoppi» spielen könne, fragten sie.»

«Es war damals für mich interessant zu sehen, dass in Rio de Janeiro der Bossa Nova keine Massenmusik ist, sondern der musikalische Ausdruck einer vergangenen Epoche. Gleichzeitig ist diese Musik überall. Sie ist Teil der Landschaft, Teil der brasilianischen Seele. »

«Rio ist die Wiege des Bossa Nova. Hier aufzutreten war eine wichtige Erfahrung für mich. Und es funktionierte. Das gab mir viel Selbstvertrauen und eine neue Sicht auf mein musikalisches Schaffen.»

«Das Album «Live in Rio» sehe ich als eine Art Abschluss meiner «puren» Bossa Nova-Phase. Meine letztjährigen Reisen nach Brasilien haben mich an ganz neue bossaverwandte Musikströmungen geführt. Sehr spannend. Dort liegt wohl meine Zukunft.»


Jenny Chi - voc
Ademir Candido - guit
Thomas Silvestri - piano
Ralph Sonderegger - bass
Eduardo Costa - perc